Der Wind, der Wind…

Nach einer stürmischen und regnerischen Nacht begrüßt uns der neue Tag mit strahlendem Sonnenschein, man kann sich gar nicht vorstellen, dass es vor wenigen Stunden noch grau in grau war. Voller Elan starten wir also nach einem leckeren Frühstück mit Obstsalat und einem kurzen Rundgang bei unserem sehr idyllischen Stellplatz auf zur Insel Römö.

Tobi möchte heute gern einen Einsteigerkurs im Strandbuggykiten machen…mir ist das Ganze nicht so geheuer und so hoffe ich doch ein bisschen darauf, dass außerhalb der Saison kein Kurs stattfindet…

Auf der Fahrt nach Römö machen wir noch einen kurzen Zwischenstopp und erklimmen den Deich. Wir werden mit einem schönen Ausblick auf das Wattenmeer belohnt. Außerdem können wir Schafe aus nächster Nähe sehen…die haben es mir besonders angetan…sie sind aber auch zu süüüüß!

Auf Römö fahren wir ganz in den Süden zum Sönderstrand. Nachdem wir die letzte Düne überwunden haben blicken wir auf einen Kilometer breiten und Kilometer langen Strand, der auch noch befahrbar sein soll. Wir sind erstmal noch nicht so waghalsig und parken unser Womo am Parkplatz davor um uns mal zu erkundigen.

Wenigen Minuten danach hält ein VW Bus neben uns mit Kennzeichen IL (Innsbruckland) und was Tobi gleich noch mehr freut, er hat ein bzw sogar gleich 2 von den besagten Strandbuggys. Tobi beginnt natürlich gleich nachzufragen und sehr zu meinem Bestürzen bietet er uns einen Privatkurs an…! Wir folgen ihm also auf den Strand…und dann geht es los. Erst einmal Trockenübung. Das heißt Kite steuern lernen. Ich schau mir das ganze lieber von der Ferne an. Der starke Wind ist mir nicht ganz geheuere und als ich sehe wie Manfred (unser Lehrer) und Tobi teilweise ganz schön zu kämpfen haben und auch mal ein paar Meter mitgezogen werden bin ich mit meiner Zuschauerrolle sehr zufrieden!

Nach einigen Übungsversuchen, Starten, Landen, Lenken und das ganze wieder von vorne schlägt Manfred vor, dass wir jetzt mal das Buggy fahren ausprobieren sollten, dazu queren wir den Strand bis wir mitten drin stehen und dann zeigt Manfred erstmal vor wie es geht. Der Schirm ist glücklicherweise nicht so groß dadurch geht alles mit gemäßigter Geschwindigkeit. Nachdem auch Tobi es ausprobiert hat, hat er erstmal Pause und jetzt komm doch ich auch noch zum Zug…ich darf im Anhänger mitfahren. Erst noch mit dem kleinen Schirm und dann packt Manfred auch noch den Großen aus! Ich denke der Grinser auf meinem Gesicht sagt alles, das macht richtig, richtig Spaß!!! Spätestens jetzt bin ich froh, dass sich meine Hoffnung nicht bestätigt hat…

 

 

So geht das ganze noch eine Weile weiter, bis uns schließlich andere Urlauber warnen, dass es das Wasser vom Meer schon hereindrückt…jetzt aber schnell!! Wir folgen Manfred zurück zum Rand vom Strand. Wir hätten keine Minute länger warten dürfen, sonst hätten wir die nächste Ebbe abwarten müssen! Nachdem wir uns von Manfred verabschiedet haben fahren wir auf einen Parkplatz an der Strandpromenade und stärken uns mit einem leckeren Mittagessen. Jetzt haben wir aber erstmal genug von Wind und fahren zu unserem nächsten Übernachtungsplatz, das Vadenhavenscentret. Dort soll man anscheinend eine Ausstellung über das Wattenmeer zu sehen bekommen und am Parkplatz darf man übernachten. Als wir jedoch dort ankommen ist alles wie ausgestorben und wir finden bald ein Schild auf dem steht, dass wegen Umbauten bis Juli 2016 geschlossen ist, was uns sehr entgegen kommt, da wir den gesamten Parkplatz für uns haben. Die Toiletten sind glücklicherweise nicht verschlossen und so können wir Wasser auffüllen. Die Sonne scheint noch schön und nahe am Wohnmobil könnte man fast meinen es wäre windstill…aber eben nur fast Wir holen uns 2 Campingsessel und genießen die Sonne. Irgendwann wird es uns dann aber wieder zu frisch und Tobi schlägt vor, dass wir zum richtig warm werden noch eine Runde laufen gehen. Gesagt getan – so habe ich gleich etwas Training für den Businesslauf im Herbst. Nach einer feinen Dusche entschließen wir unseren Abendsnack mit Blick auf den Sonnenuntergang einzunehmen. Also noch einmal kurzfristig umparken auf den Deich. Mit wunderschönen Blick auf das Meer von unserem ‚Wohnzimmer‘ aus, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Sogar der Wind ist nur noch ein Lüftchen…die Ruhe vor dem Sturm, wie sich morgen herausstellen wird.

One thought on “Der Wind, der Wind…

  1. sehr geschickt, liebste Schwägerin – du hast dir eindeutig den angenehmen Teil der Aktion ausgesucht 😉
    @Tobi: ist es sehr anstrengend? … schaut cool aus.
    und super, dass ihr das so unkompliziert ausprobieren konntet…

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