Mljet – die Insel der Baustellen

Nachdem wir unsere erste richtige Wildcampingnacht unbehelligt überstanden haben machen wir uns auf den Weg, um Mljet zu erkunden. Der Himmel ist leider wolkenverhangen, aber wir lassen uns die Laune nicht verderben. Um möglichst schnell an einen schönen Ort zu kommen, lassen wir sogar unser Frühstück warten. Es geht bergauf und bergab, durch sehr viel Wald und auch die Straßen werden immer holpriger und holpriger. Wir passieren kaum Ortschaften, aber die wenigen, die wir queren sind kaum für Wohnmobile gemacht. Im Internet hatten wir uns schon zu Hause einen schönen Campingplatz rausgesucht, und wir fragen uns, wie hier wohl viele Camper durchkommen sollen. Naja wir passen überall dann doch noch durch, also weiter geht die Reise. Hie und da sind kleine oder größere Baustellen zu sehen, aber wir lassen uns auch davon nicht beirren. Dann, als wir unserem Ziel scheinbar schon zum Greifen nahe sind: eine Kreuzung! Wir entscheiden uns für den rechten Weg, der zur nächsten großen Baustelle führt, hier wird die Straße aufgefrässt, aber der Bagger lässt uns vorbei und so kommen wir im den nächsten kleinen Ort mit noch kleineren Straßen, wie sich herausstellt, eine Sackgasse… Also wieder umdrehen und um die große Baustelle zu umfahren nehmen wir den Weg durch die Mitte, durch den Ort, enge Straßen sind wir ja mittlerweile gewohnt 😉 aber es sollte noch schlimmer kommen. Als wir uns schon fast in Sicherheit wägen ist plötzlich die Straße aus, also nicht ganz, sie ist in der Mitte aufgebaggert und ein Weiterkommen ist wirklich unmöglich, also macht Tobi das fast ebenso Unmögliche möglich, er wendet! (Siehe Fotos!!) von jetzt an habe ich wirklich keine Angst mehr vor irgendwelchen unwegsamen Straßen, denn schlimmer kann es wirklich nicht mehr kommen! 😉

Um mich nicht länger bei unseren abenteuerlichen Fahrten aufzuhalten, mal die Kurzversion, wir finden einen Parkplatz (auch dort – Überraschung – Baustelle!) und starten nach einem Frühstück (endlich!) eine Fahrradtour. Scheinbar soll es hier einen Salzwassersee mit Insel auf einer Insel geben, also los gehts! Im Ort von wo aus man den See zum ersten mal wirklich sieht kommen wir wieder, wer hätte es gedacht, mitten in eine Baustelle, aber eine nette junge Frau spricht uns an und erklärt uns, wie wir fahren können… Der See hat wirklich etwas besonders! Die Farbe des Wassers ist smaragdgrün.

An einer Stelle ist ein schmaler Kanal offen zum Meer hin, dort wird man von einem jungen Mann inklusive Fahrrad auf die andere Seite gerudert und schon geht die Umrundung weiter. Ich bewundere neben der Farbe des Sees vor allem auch die vielen verschiedenen Blumen am Wegesrand. Plötzlich kommen uns auch immer wieder anderen Radfahrer oder Wanderer entgegen, wir sind also doch nicht nur mit Arbeitern auf dieser Insel 😉 Leider überrascht uns dann ein Regenguss und wir beeilen uns um schnell wieder zurück ins Wohnmobil zu kommen.

Eigentlich hatten wir 2 Tage für die Insel Mljet eingeplant, aber die Baustellen, der Regen und der scheinbar nicht existierende Campingplatz lassen uns dann doch schneller die Rückreise antreten… Also den ganzen Weg wieder zurück zur Fähre und ab die Post aufs Festland…

Dort angekommen kommen wir in eine kleine Urlaubskrise, wie soll es jetzt weiter gehen? Mljet hat uns ganz aus dem Konzept gebracht. Eigentlich wollten wir Peljesac eine langgezogene Halbinsel erkunden und dann wieder mit der Fähre an die Festlandküste zurück, aber wir haben genug von Fähre fahren und so entscheiden wir uns nachdem wir einen kleinen Eindruck von Peljesac bekommen haben doch für die eigentliche Küste. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen soll. Nachdem wir uns noch mit Orangen und Honig eingedeckt haben und ein paar Campingplätze angeschaut haben finden wir schließlich einen schönen Fleck.

Ein billiger, wilder Campingplatz, direkt am Meer, genau wie es uns gefällt und so können wir nach einem schönen Sonnenuntergang wieder ganz zufrieden schlafen!

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